FRANK PIASTA

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Biographie

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Die Begriffe Bildraum und Bildtiefe sind geradezu Weggefährten der Malerei. Dass sich die Fragen danach in jeder neu empfundenen Zeit und mit jeder Generation wieder neu stellen, ist auch die Garantie dafür, dass es mit der Malerei überhaupt weitergeht. Auf jeden Fall hat Malerei immer mit Vorstellung zu tun und dem, wie transzendent oder materialistisch der Blick darauf ist. Frank Piasta, Jahrgang 1967, reiht sich mit seinem Werk in die Tradition der malenden Fragesteller ein. In seiner zweiten Ausstellung in der Galerie Feurstein zeigt er Bilder aus den Jahren 2007 bis 2009 und es stellt sich für Piasta die Frage, was ein Bild überhaupt ist und was es überhaupt kann. Seit ca. 2000 benutzt er Silikon als Mittel, Farbe und Transparenz als Material der Malerei zu untersuchen. Dass das Bild auch zum Gegenstand geworden ist, ist dabei fraglos. Das Silikon, in dem die Farbe mal als Nuance bemerkbar ist und die Transparenz „gefärbt“ ist, mal gesättigt die Farbe pur präsentiert, erscheint als zeitgenössisches Material vertraut aus allen dem Betrachter bekannten Anwendungen. Es ist ein alltägliches Material, das in die Kunst eingeführt wurde wie so manche anderen, die die Erhabenheit der Kunst in Frage stellen und den Blick konkret über das abstrakte Bild hinauslenken. So konkret das erscheint, so funktionieren die Bilder vielleicht gerade deshalb, weil sie nichts vortäuschen. Gerade die „Tiefe“ des Bildes, der Vorstellungsraum ist ja hier konkret. Der Blick dringt in das Material ein, da wo es das Silikon zulässt oder zeigt die Farbe als Körperhaftes und stoppt den Blick an der Oberfläche solcher Partien. Die Technik, die verschiedenen und verschieden transparenten Schichten mit der Rakel aufzutragen und somit den Duktus des „Malvorgangs“ als Prozess mittels eines Werkzeugs als Zeitvorgang nachvollziehbar zu machen, ist ein weiterer Aspekt der Arbeiten von Frank Piasta. Somit ist ein Aspekt angelegt, den man das Ausschnitthafte und zeitlich Fragmentarische nennen könnte. Ein weiteres macht das wirklich Transparente des Malstoffes aus, und wie der Betrachter sich darin verortet bzw. sich spiegelnd wieder erfährt. Die überbordende Erfahrung medialen Erlebens der letzten Jahrzehnte, sprich die filmisch geprägte Erfahrung unserer Welt ist für den Betrachter somit ästhetischer Hintergrund und Bildthema zugleich geworden.