PETROVSKY / ROSS

PETROVSKY

ROSS |
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BORIS PETROVSKY
Ohne Titel
Neonröhren
Preis auf Anfrage

BORIS PETROVSKY
LOOP CLUSTER I/4
Neon, versch. Arbeiten
Edition zur Ausstellung
Komplett mit Trafo
EUR 495.00

OLIVER ROSS
PHÄNO-ONTO-NEURO-KLUSTER
Ink-Jet (Epson Ultra-Chrom)
auf Hahnemühlen Fine-Art-Papier
2008 | 30 x 30 cm
Signiert und nummeriert | gerahmt
Editionspreis zur Ausstellung: 459 EUR
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Im System der Maschinerie
Boris Petrovsky: „Willkommen in der Hölle der simultanen Loops, der verwirrend-beglückenden Referenzen, bestürzenden Bezüge und komplexen Kontexte. Ein System steuert das andere. Alles wirkt so fremd. Warum? Die Navigation in der allumfassenden Wunscherfüllungs-Matrix befreit die Zwangslage der Existenz. Willkommen im Playland des Fetisch-Dings! Entdeckung der bricollagierten Wirklichkeit. Alles wirkt so vertraut. Woher?“
Petrovsky sieht seine Objekte als verbundene Splitter gesprengter Gedanken. Die Sprengung ist in hochauflösender Zeitlupe gedacht und in den Installationen in einer Ästhetik zwischen Trash und Produktdesign „aufgezeichnet“. Es sind die sich einbrennenden Lichtinformationen der Bilder unseres eigenen Denkapparates, die sich auf uns widergespiegeln in Sequenzen „neuroplastischer“ Prozesse. Elementare Grundfunktionen wie rhythmisches Atmen, Pulsieren, Fließen und flirrendes Leuchten bestimmen in der Installation die Grundelemente Energie, Materie, Luft und Wasser. Das Zusammenspiel der verblüffend komplex und dicht gewobenen Strukturen von leuchtenden Glasröhren, dem Gewirr der Schlauchkonvolute und Verkabelungen und gewebeartigen Strukturen erinnert an eine Intensivstation oder an ein Frankenstein‘sches Laboratorium.
Oliver Ross: „Der „Prozess hat einen Anfang und ein Ende, so wie unser beschreibbares individuelles Leben auch mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet. Zwischen diesen beiden Punkten gibt es Produktion, Lust und Unlust, Zeit vergeht, Energie wird verbraucht, aber was davor war und was danach sein wird, wissen wir nicht.”
Ross kehrt dass hypothetische Innere nach außen, visualisiert die Neurosen und Obsessionen unserer Gesellschaft und das mit einem verspielten Augenzwinkern, das Hoffnung macht, dass in der Kunst doch noch nicht alles verloren ist. Ross‘ Arbeiten mit ihrem aufgetürmten „Seelenmüll”, den Bisskanten, den grellen Farben und delikaten Oberflächen sind kraftvolle, visuell und intellektuell stimulierende Bilder archaisch-philosophischer Ordnungssysteme, geistige Abstraktionen, sexuell aufgeladene Seelenlandschaften, Ausdruck unausweichlicher biologischer Prozesse, Wanderungen durch ein hyperaktives „Hard Edge Hippie Brain”. Hier tut sich etwas Neuartiges auf, das vom Betrachter gelesen sein will wie ein spannendes Buch.
Beide Künstler haben im experimentellen Raum der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg in den 90er Jahren studiert. Beide arbeiten in einer sehr eigenständigen, komplexen Ästhetik in Form von Bildern, Objekten und Installationen zwischen Chaos und Ordnung.
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